Wie du dein persönliches Stress-Warnsystem aufbauen kannst

Stress? Ich doch nicht. Lange habe ich meine Stress-Signale ignoriert, bis mein Körper es mir besonders deutlich gezeigt hat. Geht es dir auch manchmal so, dass du es erst viel zu spät merkst? Erst dann wenn du völlig erschöpft bist?

Die gute Nachricht: das muss nicht so bleiben. Mit einem guten Stress-Warnsystem und einer achtsamen Lebensweise kann jeder lernen seinen Körper wieder besser wahrzunehmen, um langfristige und schwerwiegendere Folgen von Stress zu vermeiden. Möchtest du wieder gelassener durchs Leben gehen und dieses Genießen? Dann kannst du hier und jetzt dern ersten wichtigen Schritt tun!

In diesem Blogbeitrag möchte ich dir eine kurze Zusammenfassung über die gleichnamige Podcastfolge geben (Folge 001). Den Podcast kannst du direkt auf der Webseite, auf Spotify, iTunes oder diversen Podcastplattformen hören.

Es gibt viele verschiedenste Stress-Signale, die auf ein zu hohes Stresslevel hinweisen können. Daher gibt es nicht die universelle Liste mit Symptomen. Bei manchen äußert sich Stress in schlechtem Schlaf, manche ändern ihr Essverhalten – und auch da gibt es Unterschiede (z.B. vergessen manche bei Stress zu essen und andere Essen im Übermaß).

Welche Stress-Signale schickt dein Körper dir?

Um herauszufinden, was DEINE individuellen Warnsignale sind, habe ich hier eine Übersicht für dich mit möglichen Stress-Signale:

In diesem Bereich…merkst du vermehrt…
Körper… Schlafstörungen, /-mangel
… chronische Müdigkeit
… Muskelverspannungen oder Kopfschmerzen
… unreine Haut oder sogar Ausschlag
… Magenschmerzen oder Verdauungsstörungen
Emotionen… Nervosität und innere Unruhe (Rastlosigkeit)
… Gereiztheit
… Angstgefühle oder Versagensängste
… allgemeine Unzufriedenheit
… Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit
… innere Leere
Mental/Gedanken… Gedankenkaruselle
… Konzentrationsstörungen
… Leistungsverlust
… hohe Vergesslichkeit
… Albträume
Verhalten… ein für dich abnormales Essverhalten (Überessen oder Auslassen von Mahlzeiten)
… Drang nach süßen und/oder fettigen Lebensmitteln
… mangelnde Bewegung/Fitness
… sozialer Rückzug
… Aggressives Verhalten/ aus der Haut fahren
… Fingern Trommeln, Zähne knirschen

Vielleicht hast du intuitiv bei einigen der Signalen schon gespürt, dass diese auch typisch für dich sind. Wichtig ist: All diese Signale begegnen jedem von uns ab und zu mal und machen uns menschlich. Hier geht es nicht darum zu 100% und 24h am Tag ausgeglichenen zu sein. Wenn einige Signale jedoch deutlich häufiger auftreten und vielleicht sogar zu Regel werden, dann solltest du diese Zeichen ernst nehmen.

Wie baust du dein eigenes Stress-Warnsystem auf?

Um dein eigenes Warnsystem aufzubauen kannst du folgendes machen:

  1. Versetze dich in eine besonders stressige Phase. Möglichst eine, die nicht zu weit in der Vergangenheit liegt oder eine an die du dich besonders gut erinnern kannst. Was hat sich in dieser Zeit verändert? Körperlich, mental, emotional? Was hat sich in deinem Verhalten geändert? Vielleicht auch in deinem Gesundheitsbewusstsein?
    • Notiere dir 3 Merkmale (Signale), die dir sofort in den Sinn kommen. Diese dienen dir nun als Messbarometer.
    • Falls dir keine passende Situation in den Sinn kommt: Beobachte dich die nächsten 2-3 Wochen und achte genau darauf. Vielleicht führst du sogar ein kleines Achtsamkeits-Tagebuch.
  2. Dein Warnsystem nützt dir nur etwas, wenn du es auch einsetzt:
    • Deine 3 Warnsignale dienen dir nun als Barometer. Zu Beginn wirst du dich aktiv daran erinnern müssen, diese Signale regelmäßig zu prüfen – achtsam zu sein.
    • Überlege dir, auf welche Art und Weise du deinen täglichen Check-Up machen möchtest. Hier ein paar Ideen:
      • Klebe dir einen Zettel mit deinen Signalen an deinen Badezimmerspiegel. So kannst du Abends beim Zähneputzen in Gedanken durchgehen.
      • Führe ein Journal mit Ampelsystem um täglich zu notieren wie deine Signale sich gezeigt haben. Dafür brauchst du nur ein kariertes Blatt Papier und ein paar Stifte. Das notieren geht schnell und du siehst direkt visuell, wie sich deine Stresslevel verändert.
Ein Beispiel für dein Ampel-Journal

Nimm die Signale ernst, denn es geht um dein Wohlbefinden!

Mit der Analyse bist du einen guten Schritt weiter. Nach 2-3 Wochen täglicher Reflexion wird dein Gehirn sich daran gewöhnen und du wirst auch im Alltag achtsamer sein. Nimm dir für diesen Prozess etwas Zeit, denn das ist DER Grundstein, um langfristig ein gesundes Stressmanagement zu entwickeln: die eigenen Signale kennen, wahrnehmen und darauf reagieren.

Wenn dieser Grundstein erstmal gelegt ist, wird es dir später leichter fallen herauszufinden was deinen Stress verursacht und wie du auch proaktiv Stress vermeiden kannst, in dem du an deinem Mindset arbeitest.

Hast du deine Stress-Signale identifizieren können? Poste sie mir gern in die Kommentare oder kontaktiere mich über Facebook, Instagram oder per Mail (mail@silvia-hofmann-coaching.de). Ich freue mich!

Stay calm, dein Coach Silvie!

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