Überfordert, weil du nicht weißt wo du anfangen sollst?

3 Tools für mehr Produktivität

Fühlst du dich gerade überfordert, weil einfach so viel zu tun ist und du gar nicht richtig weißt, wo du anfangen sollst? Ich kenne das Gefühl zu gut. Nicht nur jetzt in meiner Selbstständigkeit, sondern auch damals in meinen Studium in der Klausurenphase

Zeit- & Leistungsdruck zerstreuen den Fokus

Ich erinnere mich an die heftigste Klausurenphase im 4. Semester. 4 Modulklausuren innerhalb einer Woche über die Inhalte aus ganzen 8 Einzelfächern. Auch wenn mein Studium nun schon ein paar Jahre her ist, sehe ich durch mein Umfeld, dass sich dieser Zeit- und Leistungsdruck im Studium sogar noch gestiegen ist.

Über die Art und Weise wie Klausuren an Unis gestaffelt werden, lässt sich lange diskutieren. Meiner Meinung nach ist dieses Binge-Learning absolut kontraproduktiv. Sowohl für den Lernprozess als auch für die Gesundheit. 

Darum soll es in diesem Blogpost jedoch nicht gehen. Wir nehmen diese Situationen an wie sie ist und überlegen uns lieber: Was kannst du tun, um deinen Fokus zu behalten ohne innerlich völlig durchzudrehen?

Du möchtest das Ganze lieber als Podcast hören? Hier geht es zum Interview mit Vanessa Rappa: Folge 28

1. Masterminds: gemeinsam statt einsam

Weißt du was mich in dieser Horror-Klausuren-Phase wirklich gerettet hat? Unsere gute Gemeinschaft im Kurs! Das was sich damals “Lerngruppe” nannte und per Zufall ergeben hat, hat jetzt einen neuen (und irgendwie viel cooleren) Namen: Mastermind. 

Die Lerngruppen kamen einer Mastermind sehr nahe, waren aber dennoch nicht das Gleiche. Masterminds sind viel fokussierter und können dich in viel mehr Themen weiterbringen. 

Was ist eine Mastermind?

Eine kleine Gruppe von 3-6 Personen, die sich in einem selbst bestimmten Rythmus trifft (online oder offline) sich zielorientiert gegenseitig unterstützt. 

Wie finde ich eine Mastermind?

Frage dich zuerst für welches Thema bzw. Ziel du dir eine Mastermind wünschst. Das kann das Erlernen eine Sprache sein, das finden eines (neuen) Jobs, ein eigenes Business oder auch Fitness-/Ernährungsthemen. 

Wenn das klar ist, schaue entweder in deinem direkten Umfeld oder nutze die unendlichen Alternativen dich online zu vernetzen. Du kannst z.B. in Facebook-Gruppen zu diesem Thema einen Post machen und einen Aufruf starten!

Wie funktioniert eine Mastermind Session (Ablauf)?

Was den genauen Ablauf angeht, könnt ihr diese selbst bestimmen. Wichtig ist, DASS ihr euch eine Struktur schafft, damit eure Sessions nicht in einen Kaffeeklatsch ausufern. Hier sind Ablaufstrukturen, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe:

1. Roundtable: Stellt euch pro Person einen Timer (ca. 15 Min.). In diesen 15 Minuten beantwortet jede(r) diese 3 Fragen: 

  • (1) Was habe ich seit der letzten Mastermind erreicht? 
  • (2) Was ist mein Ziel bis zur nächsten Mastermind? 
  • (3) Wo habe ich gerade ein Problem und brauchen euren Input? (Zu dieser Fragen geben alle anderen ihren Input!) 
2. Fokus-Thema: Es gibt Themen in denen ihr euch gemeinsam weiterbilden wollt? Auch dafür könnt ihr eure Mastermind Session nutzen. Angenommen ihr habt eine Jobsuche-Mastermind und wollt lernen wie ihr z.B. LinkedIn oder Xing dafür nutzen könnt. Dann könnte ihr ganz gezielt eine Session dafür nutzen, euch entweder gemeinsam darüber zu informieren oder jemanden aus der Gruppe präsentieren zu lassen, wenn ihr bereits einen Experten unter euch habt.

2. Der 6-Wochen-Zyklus

Diese Methode eignet sich super, wenn du verschiedene “Projekte” im Kopf hast, die sich nicht “mal eben” erledigen lassen. Dinge, um die du dich längst schon kümmern wolltest, aber nie richtig dazu kommst. Das kann ein kreatives Projekt sein, ein Thema über das du mehr lernen möchtest oder auch deine Bewerbung für einen (neuen) Job.

Kommt dir schon die eine oder andere Sache in den Kopf? Dann schreib sie dir kurz auf.

Der 6 Wochen-Zyklus gibt dir eine Struktur, mit der du dich für 6 Wochen genau auf dieses eine Thema fokussieren kannst! Innerhalb dieser 6 Wochen wirst du dich voll und ganz dieser Aufgabe widmen und so garantiert Erfolge erzielen!

Bevor du mit dem Zyklus startest ist es wichtig, dass du für dich individuell überlegst wann du dir wie viel Zeit pro Woche für dieses Fokusthema nehmen möchtest. Je nachdem wie viele feste Termine du in der Woche hast und ob dein Fokusthema zu deiner Arbeit gehört, kann diese Fokuszeit ganz unterschiedlich aussehen. Egal ob es täglich X Stunden sind oder 2 Abende die Woche – schreibe es dir auf und blockiere es dir fest im Kalender

Aufbau des 6 Wochen Zyklus:

Woche 1: Mach dir Gedanken darüber, was genau dein Ziel ist und warum du es erreichen möchtest. Visualisiere es schriftlich oder grafisch, z.B. in Form eines Visionboards. Für eine Extraportion Commitment erzählst du jemandem von deinem Ziel! Dieser Schritt ist unheimlich wichtig und gibt dir einen ordentlichen Motivationsschub! 

Woche 2-6: Gar nicht lang fackeln und ab in die Umsetzung! Je nach dem wie Komplex dein Vorhaben hast, kannst du die in Woche 2 erstmal einen Plan machen. Wichtig ist es dort nicht stehen zu bleiben. Start before you`re ready! 

Dein Projekt ist nicht innerhalb von 6 Wochen zu bewältigen? Dann teile dir dein Ziel in kleinere Teile auf. Wenn du dich bspw. beruflich neu orientieren möchtest, aber noch gar keinen Plan hast in welche Richtung es gehen darf, kannst dich im erstem Zyklus  mit Fragen zu Orientierung beschäftigen, im zweiten Zyklus mit der Suche nach passenden Unternehmen oder Stellenausschreibungen und im dritten Zyklus schreibst du konkrete Bewerbungen. 

Solltest du Unterstützung bei deiner Orientierung gebrauchen lass uns gern in einem kostenlosen Erstgespräch schauen, ob ich dir helfen kann.

Nach den 6 Wochen ist es Zeit zu reflektieren, bevor du wieder in den nächsten 6 Wochen Zyklus springst! Was ist gut gelaufen? Was war nicht so gut? Was kannst du daraus lernen? Genau dabei hilft die das 3. Tool, welches ich dir hier mitgeben möchte.

3. Check-Point - deine Freitagsreflexion

Wer schreibt, der bleibt?

Da ist definitiv sehr viel wahres dran. Die eigenen Gedanken auf Papier zu bringen hat oft eine fast schon magische Wirkung. Viele Coaching Methoden, die ich nutze basieren darauf, dass etwas visualisiert wird. Dadurch gewinnen Gedanken die zwar grob schon im Kopf da waren, noch viel mehr an Klarheit und Tiefe.

Erkenne was genau (!) gut oder schlecht war

Die Freitagsreflexion ist ein Set aus Fragen, die dir dabei helfen deine Woche sinnvoll zu reflektieren. Die Fragen beinhalten zB. “Was ist diese Woche gut gelaufen” und vor allem “Was war dein Anteil daran?”. Genauso “Was ist nicht so gut gelaufen?” und “Was war dein Anteil daran?”. Die Frage danach was dein Anteil war kostet zwar etwas mehr Mühe, jedoch bringt dich diese Antwort viel weiter als ein einfaches “heute war nicht so doll”. 

Die Hamsterrad-Falle vermeiden

Was mir persönlich besonders wichtig ist, dass ich nicht nur darauf achte meine Ziele zu erreichen, sondern auch darauf wie es mir dabei geht und ob ich in dem was ich tue in meiner Lebensfreude bleibe!

Sich ständig im analytisch-rationalen Modus zu befinden und im Macher-Modus zu sein, ist auf Dauer nicht gesund, wenn wir dabei unsere Intuition und unsere kindliche Freude verlieren. 

Als ich diesen Punkt vor ein paar Jahren erreicht hatte, fühlte ich mich wie ein Roboter, der gut funktionierte und seine Aufgaben wunderbar absolvierte. Doch ich fühlte mich an manchen Tagen so leer und fragte mich wo das innere Kind und meine Lebensfreude geblieben sind. Diese Erfahrung hat alles bei mir verändert und war mit einer der Auslöser, wieso ich nun Menschen dabei helfe von Leistungsdruck zurück zur Lebenslust zu finden.

Deswegen habe ich die Freitagsreflexion um ein paar Aspekte erweitert. Auf der linken Seite findest du z.B. “kindliche Freude“, “Motivation” und “positive Selbstbekräftigung“.

Welche “linke Seite”? Ich habe für die Freitagsreflexion eine PDF-Vorlage erstellt, die ich dir schenken möchte. Schicke dafür einfach eine E-Mail mit dem Betreff “Freitagsreflexion” an: mail@silvia-hofmann-coaching.de

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